- Die Arbeitsgemeinschaft vernetzt Engagierte in der Heimatpflege

Die Verantwortliche in den Kommunen, vor allem die Bürgermeister und Ortsvorsteher, nehmen die Anliegen der Heimatpflege vernetzt wahr. Die kommunalen Heimatpfleger wie auch die örtlichen Heimat- und Museumsvereine werden in ihrer Arbeit unterstützt, vernetzt und in Exkursionen und Vorträgen fortgebildet.
Mit anderen Netzwerkpartner wie dem Heimatbund Allgäu, dem Lindauer Heimattag oder dem Kreisarchiv- und Kulturamt dess Landkreises hält die Arbeitsgemeinschaft freundschaftliche und inhallich geprägte Kontakte.
- Die AG Heimatpflege initiiert und fördert die Erfassung von Kultur- und Naturdenkmalen des Württembergischen Allgäus
„Landschaft lässt sich inventarisieren“, sagt Prof. Dr. Manfred Thierer. Und das braucht einen langen Atem. Das Langzeit-Projekt widmet sich der Erfassung des Natur- und Kulturerbes im württembergischen Allgäu. Der Wert und die Veränderung einer Landschaft kommt oft erst durch ihre Dokumentation ins Bewußtsein, etwa in Sachen der Baukultur oder des Flächenverbrauchs. Schon heute zeigt sich der Wert des Projekts auch darin, wie der Stand einer immer mehr verschwindenden Allgäu-Kultur wenigstens dokumentarisch festgehalten werden konnte.
Projekt 1996 / 97: „Gebäudeatlas Württembergisches Allgäu“

2692 heimatpflegerisch bedeutende Gebäude des ländlichen Raumes im württembergischen Allgäu wurden von Dr. Rainer Jensch mit der Hilfe der örtlichen Ortsheimatpfleger erfasst.
Folgeprojekt 2004 – 2021: “ Inventarisierung einer Landschaft“ das Kulturlandschaftskataster des württembergischen Allgäus wird seit 2018 DIGITAL



Mit diesem Projekt wurde das Kulturkataster erweitert und es wurde digital. Mit Hilfe von georeferenzierter GIS-Software umfasst die digitale Bestandsaufnahme mittlerweile über 6000 Objekte, die punktgenau beschrieben, kartografisch erfasst und fotografiert wurden. Häuser, Burgen und Schanzen, Kleindenkmale, Weiheranlagen, Brunnen, besondere Bäume und andere Naturdenkmale, etc. Das Projekt im Umfang von € 80.000,- wurde durch die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im württembergischen Allgäu getragen und durch Leader-Förderung der Europäischen Union unterstützt. Die Firma Fassnacht in Arnach stellt der AG für das Projekt kostenfrei Software und Speicher zur Verfügung.
Beispiel:


Folgeprojekt ab 2025: Kulturlandschaftskataster des württembergischen Allgäus II
Vervollständigung und Erweieterung der digitalen Erfassung als auch Nutzbarmachung der Datenbank für Tourismus und andere Zwecke
Als Frucht der Inventarisierung hat die AG Heimatpflege das Buch „Beseeltes Land“ herausgegeben.

Autor: Prof Dr. Manfred Thierer | Hrsg: AG Heimatpflege
Eine Rezession in der Schwäbischen Heimat:
- Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege erklärt landschaftsprägende Kultur: Projekt Kapellenbeschilderung 2012 – 2014


190 Kapellen bestehen im württembergischen Allgäu. Kaum irgendwo sonst gibt es so viele. Ihr Formenreichtum ist unerschöpflich – er reicht von der kunstvoll gestalteten höfischen Kapelle bis zum winzigen bäuerlichen „Hofkäppele“. Die Kapellen sind alle erfasst, beschrieben und fotografiert. Überdies hat die AG Heimatpflege im württembergischen Allgäu 2012 eine einheitliche Beschilderung begonnen. Name, Baujahr und wesentliche Merkmale der Ausstattung der Kapellen werden auf den Blechtäfelchen aufgeführt. Als Symbol ist auf jedem ein Weihekreuz angebracht. Das auch als Apostelkreuz bezeichnete Kreuz wird von einem Kreis umschlossen, der die Vollkommenheit oder Unendlichkeit symbolisieren soll.

Eine Frucht der Arbeit: Manfred Thierer, Ursula Rückgauer, Stätten der Stille. Die Kapellen im Landkreis Ravensburg. Lindenberg, 2009.
- Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege hilft mit, das Bild der Kulturlandschaft zu erhalten – Baumpflanzaktionen seit 2016
Angesichts von Eschensterben und Klimaveränderungen ist es uns wichtig, die von Wäldern, Kulturplantagen (alte Obstwiesen und Hofbäume) oder auch einzeln stehende Solitär-Bäume geprägte Westallgäuer Landschaft weiter zu pflegen. So werden durch das Projekt entfallene Bäume durch klimaresistente ersetzt oder Interessenten können umsonst besondere Bäume zur Verfügung gestellt bekommen. Vor allem die Bauhöfe der Kommunen, abe auch private Landbesitzer sind mit den Pflanzaktionen bedacht worden und pflanzen nachhaltig. Einzelne klimaresistente Sorten werden als Solitärbäume an markanten Stellen in der Landschaft gesetzt, aber auch in Feld und Flur der Städte und Gemeinden. Die OrtsheimatpflegerInnen suchen zusammen mit den Bauhöfen der Gemeinden geeignete Standorte.

Maßgeblich unterstützt wird diese Aktion der AG von der Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG.
Mehrere zehntausend Euro der AG als auch der Volksbank wurden inzwischen investiert.

Oktober 2022: Aktion Hofbaum – Hofbäume zu verschenken

In einer gemeinsamen Landschaftspflegeaktion wurden 300 Bäume als Hofbäume oder zur Bepflanzung von Hofzufahrten an Höfe in der Region Westallgäu verschenkt. Einzelbäume an landwirtschaftlichen Gebäuden und Höfen im Außenbereich prägen unser Landschaftsbild, spenden Schatten und erfüllen wichtige ökologische Funktionen. Ziel der Aktion war es, mit einheimischen Bäumen diese Elemente unserer Kulturlandschaft wieder aufleben zu lassen. Alle Bäume fanden zielgenau Abnehmer.
- Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege veröffentlicht Beschreibungen interessanter heimatpflegerischer Themen im Projekt: „Themenwege“

Das Projekt ist eine Frucht des begonnen Projekts „Erfassung des Natur- und Kulturerbes im württembergischen Allgäu“. Durch die Erhebungen im Rahmen des Dynalp-Projektes mit neuem Elan vorangetrieben, ist die Erarbeitung von „Themenwegen“ durch Mitglieder der AG Heimatpflege erfolgt. Dabei handelt es sich um reich bebilderte Faltblätter, mit denen bei Einheimischen und Gästen das Interesse an den landschaftlichen sowie den kultur- und technikgeschichtlichen Besonderheiten unserer Heimat geweckt werden soll.
Beim 4. DYNALP-Themenworkshop am 23. 6. 2006 in Leutkirch-Schmidsfelden trafen sich zahlreiche Interessierte aus Partnergemeinden von DYNALP und aus Mitgliedsgemeinden von „Allianz in den Alpen“, um Sinn und Zweck der „Themenwege“ zu erörtern. Nach Referaten über Themenwege im Allgäu, in Werdenberg (CH) und in Hittisau (A) wurden unter anderem bei einer Wanderung Eindrücke von dem in der Adelegg entstehenden Glasmacherweg gesammelt und diskutiert.Bisher erschienen 17 Faltblätter, die heute auch digital als Downliad zur Verfügung stehen:
– Auf den Spuren der Glasmacher in der Adelegg
– „Kreuzwege“-Feldkreuze bei Leutkirch
– „Kapellenland“ – Kapellen südlich Leutkirch
– Arrisrieder Moos – Naturlehrpfad bei Kißlegg- Ratzenried
– Gang durch ein geschichtsträchtiges Dorf im Allgäu
– 15.000 Jahre Kulturlandschaft – Eine Spurensuche in Ratzenried
– Aus dem Stein gesägt: Bildstöcke aus Tuff um Wolfegg
– Leutkirch im Allgäu – ein Spaziergang durch die Stadt
– Das Glasmacherdorf Schmidsfelden
– Auf den Spuren von Leben und Tod in der ehemaligen Freien Reichsstadt Wangen
– Die Kißlegger Seenplatte
– Aus der Landschaftsgeschichte des Westallgäus am Beispiel von Argenbühl
– Mit dem Rad entlang der Allgäubahn: Kißlegg – Wangen – Hergatz
– Zwischen Himmel und Hölle – Stätten von Volksfrömmigkeit und Aberglauben
– D’Arge nuff und na – Radwandern an der Argen vom Allgäu zum Bodensee
– Eintürnen: Rund um den schiefen Turm
– Die Schlösser und Burgen der Truchsessen von Waldburg
Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege sorgt sich um die Erhaltung von baulichem Kulturgut und eine zeitgemäße Weiterentwicklung der regionalen Baukultur



